NEUE AUSSTELLUNG IM KUNSTVEREIN
JUNGE KUNST, WOLFSBURG

"Dig a hole in my soil", 2 Kanal videoperformance, 2012,
10 Minuten, HD"

"Liquid Chrystals, Videoperformance, 2011, 10 Minuten, HD,
ohne Ton"
ELIZABETH
WURST
"the city as a stage"
Dauer: 20. April bis
16. Juni 2012
Eröffnung: Donnerstag, 19. April 2012, um 19 Uhr
Pressekonferenz: Mittwoch, 18. April 2012 um 11 Uhr
Die peruanische Performance-Künstlerin Elizabeth Wurst (*1985,
Lima) untersucht in ihren Aktionen Dynamiken und soziales
Verhalten im öffentlichen Raum. Sie steht stets selbst als
Protagonistin vor der Kamera. Jede ihrer Interventionen wird per
Video aufgenommen. Das Publikum, dem sie begegnet wird oftmals freiwillig
oder ungefragt miteinbezogen, indem die Aktion
in unmittelbarer Nähe stattfindet, die Betrachter direkt angesprochen
werden oder von der Künstlerin lauthals bekannte Pop-
songs gesungen werden, die das kollektive Gedächtnis aufrufen
und denen man sich in der Situation kaum entziehen kann.
In den Videos der Ausstellung the city as a stage bei Junge Kunst
steht Elizabeth Wursts Interesse an alltäglichen Objekten,
die man am Straßenrand vorfindet, im Mittelpunkt: Eine riesige
bunte Eiswaffel, Bagger und eine Vitrine mit glitzerndem
Schmuck. Ähnlich wie mit den Passanten, interagiert Wurst hier
mit den Objekten, klettert auf die Eistüte, lässt sich
von der
Schaufel eines Baggers wie eine Primaballerina in die Luft heben
oder kreiert aus ihrem Speichel ihr ganz eigenes Schmuck-
stück.
Elizabeth Wurst spielt in ihren Performances mit Verhaltensregeln,
Konventionen, Erwartungen und alltäglicher Routine, die
sie bewusst bricht und so in Frage stellt. Nicht selten haben die
Resultate eine humoristische Note, die beim Mitwirkenden
bzw. Betrachter sowohl Verwunderung als auch ein Lächeln hervorrufen.
Dabei schärft die Künstlerin unseren Blick auf Alltäg-liches
und verfolgt eine politische Agenda: die überdimensionale Eistüte
und die Speichel-Performance Liquid Crystals stehen
symbolisch für Konsumfetischismus und die Darstellung des Weiblichen
in den Medien, der „Tanz“ mit dem Bagger fungiert
als Kommentar zu der monotonen Arbeit, wie man sie vielfach im Industriebereich
vorfindet, die Baumaschine selbst dient als
Symbol für Fortschritt und Wachstum der Städte.
Elizabeth Wurst studierte bis 2011 Freie Kunst an der Hochschule
für Bildende Künste Braunschweig. Derzeit macht sie dort
ihren Meisterschüler-Abschluss bei Candice Breitz. Während
des Studiums nahm sie an zahlreichen Gruppenausstellungen
teil, beispielsweise Playing the City in der Schirn Kunsthalle Frankfurt.
Die Präsentation bei Junge Kunst ist Elizabeth Wursts
erste Einzelausstellung. Bei der Eröffnung wird es eine Aktion
geben, zu der alle Besucher eingeladen sind.
Junge Kunst
dankt ganz herzlich Gennaro Eiswaffeln für die Unterstützung
dieser Ausstellung sowie der Stadt Wolfsburg,
dem Lüneburgischen Landschaftsverband und der Neuland Wohnungsgesellschaft
mbH für ihre fortlaufende Förderung.
Für weitere Informationen
wenden Sie sich bitte an / For further information please contact:
Simone Arndt
Junge Kunst e.V.
Schillerstraße 23
38440 Wolfsburg
Tel. 05361 898860
Fax 05361 898861
jungekunst@wolfsburg.de
www.junge-kunst-wolfsburg.de
Di-Sa 11-18 Uhr
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